FDP-Abgeordnete wollen Lösung für Lücke in Heimsheimer Radweg

Wie bereits vor einigen Wochen im Rahmen eines gemeinsamen Vor-Ort-Termins mit den Bürgermeistern Jürgen Troll (Heimsheim) und Michael Seiß (Friolzheim) angekündigt, wollen die beiden FDP-Landtagsabgeordneten Prof. Dr. Erik Schweickert und Dr. Christian Jung Verkehrsminister Winfried Hermann direkt im zuständigen Verkehrsausschuss mit der Lücke im Radweg an der Autobahnanschlussstelle Heimsheim konfrontieren. Die beiden Liberalen richteten hierzu nun einen Antrag (Drucksache 17/2338) an Hermanns Ministerium mit dem sie ähnliche Problemstellen in Baden-Württemberg identifizieren und mögliche Lösungen evaluieren wollen. „Wir gehen davon aus, dass sich in Heimsheim nicht die einzige gefährliche Lücke im Radwegenetz finden lässt, sondern es eine ganze Reihe gibt. Wir wollen von der Landesregierung, die sich ja immer als fahrradfreundlich präsentiert, nun wissen, wie sie diese Gefahrenstellen bewertet und wie sie sich einen jeweiligen Lückenschluss vorstellt“, erläutert der Enzkreisabgeordnete Schweickert. Ganz konkret soll der Antrag jedoch auch hervorbringen, inwiefern Pläne für eine Verschwenkung des Heimsheimer Radwegs unter der Autobahnbrücke bereits seit Jahren in der Schublade des zuständigen Regierungspräsidiums Karlsruhe liegen. Auch schlagen die FDP-Abgeordneten vor, die aktuell an der B 10 bei Niefern genutzte Fahrbahnabgrenzung nach dem Ende der dortigen Umleitung des Enztalradwegs bei Heimsheim zu verwenden, um dort Teil eines provisorischen Lückenschlusses zu werden.

Christian Jung, verkehrspolitischer Sprecher der FDP/DVP-Landtagsfraktion, hatte eine solche Lösung schon während des Ortstermins für möglich gehalten und zusätzlich eine Geschwindigkeitsbeschränkung vorgeschlagen. Der Verkehrsexperte hofft nun, dass Hermann in seiner Antwort auf den Antrag einräumen muss, dass Heimsheim kein Einzelfall sei und die Landesregierung bisher nur geringe Bemühungen zeigt, gefährliche Lücken im Radwegenetz zügig zu schließen. Ihm selbst seien bereits mehrere ähnliche Gefahrenstellen bekannt. Seine Hoffnung sei, dass der Minister, auf konkrete Fälle angesprochen, im Rahmen der Ausschussberatung zu einem Einlenken zu bewegen sei. „Grundsätzlich muss es möglich sein, kleinere Lücken im Wegenetz bis zu einer großen Lösung vorläufig durch provisorische und kostengünstige Maßnahmen zu schließen. Das ist allemal besser, als jahrelang Gefahrenstellen bestehen zu lassen. Das sollte auch ein Verkehrsminister einsehen, der sich die Förderung des Radverkehrs immer ganz oben auf die Fahne schreibt“, macht Jung deutlich.

So hofft nun auch Schweickert, dass die vielen Vorschläge, die für den Heimsheimer Radweg bereits gemacht wurden, nun endlich auf Gehör stoßen werden. Es sei schließlich kaum zu vermitteln, dass Radfahrerinnen und Radfahrer noch jahrelang bis zum Ausbau des Autobahnanschlusses auf die vielbefahrene Straße ausweichen müssten. Er sei deshalb gespannt, ob die Landesregierung ihre kompromisslose Haltung im Zuge der Beantwortung des Antrags beibehalte oder bereits ein Entgegenkommen zu verzeichnen sei. Unabhängig davon wolle er jedoch weiter bis zum Ende für den Lückenschluss kämpfen. „Ich sehe einfach keinen Grund dafür, dass man bis zum Ausbau der Anschlussstelle warten muss, um Radfahrten ohne einen Wechsel in den Straßenverkehr zu ermöglichen. Der provisorische Lückenschluss bringt letztlich nur Vorteile“, verdeutlicht Schweickert noch einmal.

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