FDP-Kreistagsfraktion fordert Anschaffung eines Lärmblitzers

Da in letzter Zeit die wahrgenommene Lärmbelastung an den Durchgangsstraßen der Gemeinden im Enzkreis zugenommen hat, fordert die FDP-Kreistagsfraktion die Anschaffung eines Lärmdisplays für den Enzkreis.  Diese Displays, oder auch „Lärmblitzer“ genannt, funktionieren ähnlich dem bekannten Prinzip von Geschwindigkeitsanzeigen, die Fahrer zu langsamerer Fahrweise animieren sollen, nur mit dem Unterschied, dass hier der verursachte Lärm gemessen wird.

Der Landtagsabgeordnete des Enzkreises und Fraktionsvorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion, Prof. Dr. Erik Schweickert, erklärt hierzu: „Mit Hilfe von Lärmdisplays lässt sich Lärm um 1,1 bis 2,2 db(A) verringern. Das mag auf den ersten Blick nach wenig klingen, ist aber faktisch ein signifikanter Unterschied.“ Ihre Wirkung sollen die Lärmblitzer vor allem langfristig entfalten, indem sie eine Bewusstseins- und Verhaltensänderung bewirken. Vor allem an Ortsein- bzw. Ortsausgängen wird bekanntermaßen häufig schon „Gas gegeben“ bevor der Ortsausgang erreicht ist. Es gebe noch immer viele Menschen, die sich der langfristigen negativen Auswirkungen des Lärms nicht bewusst sind, erläutert Schweickert, deshalb sei es wichtig, „dass aktiv auf Lärm hingewiesen wird.“

Die Kreistagsfraktion erwartet deshalb, dass das Landratsamt in Zusammenarbeit mit den Kommunen lärmgeplagte Streckenabschnitte ausfindig macht und prüft, inwieweit diese für die Aufstellung von Lärmdisplays geeignet sind. Des Weiteren soll der Enzkreis schließlich ein Lärmdisplay erwerben und betroffenen Kommunen auf Anfrage temporär zur Verfügung stellen. Aus Sicht der FDP bietet dieses Vorgehen den Vorteil, dass kostengünstig möglichst viele betroffene Kommunen von dem Display profitieren können.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende weist außerdem darauf hin, dass das Potenzial der Lärmdisplays auch schon vom Land Baden-Württemberg erkannt wurde. „Es geht hier um die Gesundheit und Lebensqualität vieler Bürgerinnen und Bürger! Außerdem würde auch die Attraktivität der Kommunen profitieren, denn wer will schon dauerhaft von Auto- und Motorradlärm gestört werden“, ist sich der FDP-Politiker sicher. Glücklicherweise habe Schweickert dazu schon zustimmende Signale aus dem Kreistag erhalten, sodass eine zeitnahe Lösung im Bereich des Möglichen liege.

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