Illinger Bürger können Qualitätsoffensive für die gesamte Residenzbahn auch im Bürgerbüro des Rathauses unterstützen

Erik Schweickert übergibt die Unterschriftenlisten an Bürgermeister Harald Eiberger

Im Nachgang zu der in der letzten Woche durchgeführten Unterschriftenaktion am Bahnhof in Illingen haben nun auch die Illinger Bürgerinnen und Bürger, die an diesem Tag keine Zeit hatten, noch die Möglichkeit, sich für eine bessere Bahnanbindung des Bahnhofs Illingen einzusetzen. Ab sofort liegen bis zum Ende der Sommerferien im Bürgerbüro des Rathauses die Unterschriftenlisten der sogenannten „Qualitätsoffensive für die gesamte Residenzbahn“ aus. Die Aktionsgruppe um den Initiator und FDP Landtagsabgeordneten des Enzkreises Prof. Dr. Erik Schweickert wird von einem überparteilichen Bündnis unterstützt, beispielsweise waren auch die Bundestagsabgeordneten der Region Gunther Krichbaum (CDU) und Katja Mast (SPD), sowie der Pforzheimer FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Hans-Ulrich Rülke schon früh morgens auf den Beinen und haben sich an verschiedenen Bahnhöfen aktiv für eine besseren Schienenverkehr in der Region eingesetzt, welcher nach dem Fahrplanwechsel an den kleineren Bahnhöfen deutlich verschlechtert wurde. Schweickert übergab die Unterschriftenformulare an den Illinger Bürgermeister Eiberger, der seine Unterstützung zusagte.

Die über Pfingsten durchgeführte Übernahme des Regionalverkehrs durch Abellio im Stuttgarter Netz startete mehr als holprig und sorgt aktuell immer noch für viel Unmut. Davon konnten sich die Mitglieder des Aktionsbündnisses für eine „Qualitätsoffensive für die gesamte Residenzbahn“ auch in Illingen ein Bild machen. Beispielsweise benötigen Berufspendler, die seit über 20 Jahren mit dem Zug von Illingen nach Wiesloch-Walldorf zu ihrer Arbeitsstelle pendeln statt 52 Minuten (umsteigefrei) nun 1 Stunde und 38 Minuten (mit Umstieg). Das ist pro Tag eine zusätzliche Reisezeit von 92 Minuten. Ähnlich ergeht es den Pendlern von Illingen nach Bruchsal. „Das summiert sich pro Woche auf etwa die Zeit eines gesamten Arbeitstages der nun auf der Bahnstrecke liegenbleibt, weil die grüngeführte Landesregierung den Nahverkehr neu strukturiert hat. Damit zwingen wir völlig widersinnig die Menschen immer mehr in die Metropolen zu ziehen, anstatt das Umland zu stärken. Und in dieser Rechnung sind die verpassten Anschlusszüge noch gar nicht mitgerechnet“ so Schweickert verärgert. Gerade diese Umsteigevorgänge sind auch Hans Herre vom Sozialverband VdK ein Dorn im Auge, der ebenfalls im Aktionsbündnis von der ersten Stunde mit dabei ist. „Für ältere Menschen oder Behinderte ist das Umsteigen ein Problem, insbesondere bei kurzen Zeitfenstern und Bahnsteigwechseln“ so Herre. Deshalb sei es mehr als notwendig, für den nächsten Fahrplanwechsel die berechtigte Kritik aufzunehmen und dementsprechende Veränderungen einzuleiten.

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