Kretschmann lehnt Click & Collect für Einzelhandel ab

Schweickert: „Erlaubnis von Lieferservice für Einzelhandel wichtig“

Der Einzelhandel darf während des Lockdowns nur Lieferdienste aber keine Abholung vor Ort anbieten. Dies teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann dem FDP-Enzkreisabgeordneten Prof. Dr. Erik Schweickert auf dessen Nachfrage während der heutigen Sondersitzung des Landtags von Baden-Württemberg mit. Grund dafür sei, dass es gelte jede Art von Ansammlung zu vermeiden. Dies könne man nur garantieren, wenn die Leute nicht in die Innenstädte kämen. Wäre die Abholung vor Ort möglich, sei allerdings nicht ausgeschlossen, dass es dort vereinzelt zu Ansammlungen komme. Schweickert sieht die Haltung der grün-schwarzen Landesregierung in diesem Punkt zwar kritisch und betrachtet auch Click & Collect unter strengen Hygienemaßstäben für durchführbar und als wichtiges Mittel im Kampf gegen große Online-Händler, begrüßt allerdings, dass nach seiner Nachfrage zumindest klar ist, dass Lieferdienste erlaubt seien. „Für den Einzelhandel ist wichtig, dass er zumindest irgendeine Einnahmequelle während des Lockdowns hat. Dass wenigstens Lieferdienste erlaubt sind, sorgt dafür, dass nicht alle Einkäufe bei den großen Online-Händlern wie Amazon getätigt werden. Ich wünsche mir, dass möglichst viele gerade auch jetzt in der eigentlich umsatzstärksten Zeit des Jahres den lokalen Einzelhandel so gut wie möglich unterstützen. Viele Händler haben schon in den letzten Monaten verstärkt auf Onlinehandel gesetzt und sind jetzt umso mehr darauf angewiesen“, so der Enzkreisabgeordnete.

Menü