Pendlerstammtisch zum neuen Bahnkonzept

Negative Auswirkungen für Niefern-Öschelbronn sind absehbar

Die FW/FDP-Fraktion im Gemeinderat von Niefern-Öschelbronn lädt am kommenden Montag, 18. März 2019 um 18.00 Uhr zu einem Pendlerstammtisch in den Nieferner Kulturbahnhof ein. Anlass ist das vom grünen Verkehrsminister Hermann vorgestellte Konzept zu der zukünftigen Entwicklung der Residenzbahn zwischen Karlsruhe und Stuttgart sowie die Probleme beim anstehenden Betreiberwechsel. Ferner wird über die Auswirkungen der geplanten Schlossbergsperrung in Pforzheim auf den Busverkehr zwischen Niefern-Öschelbronn und Pforzheim gesprochen.

„Durch die aktuellen Entwicklungen wird nicht nur der Bahnhof Niefern abgehängt“, erläutert der Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat Prof. Dr. Erik Schweickert die Gründe für den Pendlerstammtisch. Die vielen Zuschriften, die im Nachgang zu den im Februar 2019 veröffentlichten Beiträgen der FW/FDP-Fraktion an die Kandidatinnen und Kandidaten zur Gemeinderatswahl gerichtet wurden, zeigen, dass dieses Thema viele Menschen in Niefern-Öschelbronn betrifft. Unabhängig davon, ob diese als Pendler täglich auf den ÖPNV angewiesen sind oder nur gelegentlich mit Bus und Bahn reisen.

Zum einen zeigten sich viele Menschen besorgt über die möglichen Folgen der von der Stadt Pforzheim geplanten Sperrung des Schloßbergs auf die Verbindungen nach Niefern-Öschelbronn. Denn nicht nur für die Schüler aus unserer Gemeinde, auch für ältere Menschen auf dem Weg zu Geschäften und Ärzten ist die Anbindung der Fußgängerzone in Pforzheim zentral wichtig. Umso überraschender erscheint die Antwort von Landrat Bastian Rosenau, dass noch keine Informationen vorliegen, welche Fahrzeitverlängerungen diese Sperrung nach sich zieht bzw. welche Auswirkungen eine solche Maßnahme auf die Anbindung der Alfons-Kern-Schule, des Hilda-Gymnasiums, des Hebel-Gymnasiums und des Theodor-Heuß-Gymnasiums haben wird.

Weder ist klar welche Streckenführung als Alternativrouten in Betracht kommen könnte, noch ob bei einer möglichen Umleitung über den Bereich Leopoldsplatz die dort vorhandenen Haltestellenkapazitäten ausreichen werden, um die zusätzlichen Verkehre ohne großen Rückstau aufzunehmen. Insbesondere zeigt sich die FW/FDP-Fraktion verärgert, dass der Enzkreis hier nicht frühzeitig in die Planungen eingebunden wurde und die Stadt Pforzheim die umliegenden Gemeinden über ihre Planungen bislang nicht offiziell in Form einer Verfahrensbeteiligung informiert hat.

Zum anderen soll nach dem Alternativkonzept des grünen Verkehrsministers die Residenzbahn zwischen Karlsruhe und Stuttgart wieder in einen badischen und einen württembergischen Abschnitt getrennt werden, bei dem Pforzheim beide Abschnitte verknüpft. Dies führt dann aber schon ab dem Sommerfahrplan für die Verbindungen vom Bahnhof Niefern in Richtung Karlsruhe zu massiven Verschlechterungen. Außerdem soll dann auch für die Zukunft über verschieden hohe Bahnsteighöhen diese Teilung zementiert werden, indem zwischen Karlsruhe und Pforzheim auf eine Bahnsteighöhe von 55 cm über Schienenoberkante (SO) ausgebaut werden soll, der Abschnitt zwischen Pforzheim und Stuttgart jedoch auf eine Bahnsteighöhe von 76 cm über SO.

Eine Anhebung der Bahnsteighöhe auf 76 cm für den östlichen Abschnitt der Residenzbahn – und somit auch für den Bahnhof Niefern – bedeutet einerseits weiterhin keinen barrierefreien Zustieg in die aktuellen Züge sowie die Züge der ab Sommer 2019 planmäßig verkehrenden neuen Anbieter.

„Diese Zementierung der Teilung der Residenzbahn, die durch die geteilte Ausschreibung unter Grün-Rot in der letzten Legislaturperiode verursacht worden ist, ist nicht akzeptabel“ so Markus Klempin, der das Thema innerhalb der Kandidatenbesprechungen ‚weiter forciert hat.

Die Kandidatinnen und Kandidaten der FW/FDP zur Gemeinderatswahl möchte nun das aktuelle Konzept mit den Betroffenen diskutieren und Anregungen für die weitere Diskussion mitnehmen. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zum ‚Pendlerstammtisch‘ eingeladen.

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