Schweickert: Ausbau der B10 wird durch Verzögerungen des Baubeginns der A8 nicht tangiert – Baustart von A8 und B10 noch im Jahr 2020

v. l. Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder, Landtagsabgeordneter Erik Schweickert, Abteilungspräsident Straßen und Verkehr Jürgen Skarke

Im Jahr 2020 beginnen an der Anschlussstelle Pforzheim-Ost im Radius von gerade einmal 1 km zwei wichtige Verkehrsprojekte in der Region: der Ausbau der A8 in der Enztalquerung sowie der vierspurige Ausbau der B10 zwischen Eutingen und Niefern. Definitiv eine Herkulesaufgabe, denn auch ohne die zeitliche Parallelität der beiden Maßnahmen stellt der Ausbau der A8 in der Enztalquerung nach Jahrzehnten der Planung eine der schwierigsten und größten Baumaßnahmen des Landes Baden-Württemberg dar.

Nachdem über viele Jahre geplant war, den Ausbau der B10 nach dem Abschluss der Baumaßnahmen auf der A8 in Angriff zu nehmen, hat der FDP-Landtagsabgeordnete des Enzkreises Prof. Dr. Erik Schweickert das Gespräch mit der Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Karlsruhe Sylvia M. Felder gesucht. Denn nach der ursprünglichen Planung sollte die A8 jetzt schon voll im Bau sein. Von daher wäre ein Anschluss der B10 Maßnahme an den dann fertigen A8-Ausbau sinnvoll gewesen.

Allerdings hatte sich der Start der Baumaßnahme aufgrund unvorhersehbarer, betriebsinterner Ereignisse der Planungsbüros sowie der im Rahmen des dortigen internen Controllings festgestellten Planungsdefizite immer wieder verzögert, sodass erst jetzt die fertigen Ausschreibungsunterlagen vorliegen und in den Fachabteilungen des Regierungspräsidiums geprüft werden. „Wenn die Ausschreibung dann im Frühjahr erfolgt ist, kann Ende 2020 mit den Bauarbeiten an der A 8 begonnen werden“ so Schweickert erleichtert.

Deshalb freute sich Schweickert über die Neuigkeit, dass nun doch nicht erst nach dem Abschluss der A8 Bauarbeiten mit der B10 begonnen wird. So soll noch in diesem Jahr das derzeit ruhende Planfeststellungsverfahren wieder aufgenommen und schnellstmöglich abgeschlossen werden.

Schweickert begrüßt dieses Vorgehen ausdrücklich. Es sei „äußerst positiv, dass das Regierungspräsidium schnellstmöglich Abhilfe für diesen überlasteten Streckenabschnitt schaffen will“, so der Enzkreisabgeordnete. Auch die Enzüberquerung der B 10 soll in einem besonderen Verfahren durchgeführt werden. Geplant ist, dass in Zukunft jede Fahrtrichtung der Bundesstraße eine eigene Brücke über die Enz erhält. Realisiert werden soll dabei zunächst eine neue Brücke. Nach Fertigstellung dieser soll dann die derzeitige Brücke abgerissen und an gleicher Stelle ein Ersatzneubau für die Gegenfahrtrichtung errichtet werden. „Da man sich dazu entschieden hat, den Brückenbau parallel zum Ausbau der A 8 durchzuführen, werden ca. zwei Jahre eingespart und auch diese Maßnahme kann 2020 in Angriff genommen werden“, erklärt Schweickert erfreut.

Die teilweise Entkopplung des B 10-Ausbaus vom A 8-Ausbau ist aus Sicht des Abgeordneten auch deshalb zu begrüßen, weil die Autobahnen ab dem 01. Januar 2021 nicht mehr in Auftragsverwaltung durch die Länder geführt werden, sondern die Zuständigkeit zur Autobahn GmbH des Bundes wechselt. „Das RP ist in einem Jahr ohnehin nicht mehr für den Ausbau der Enztalquerung zuständig. Deshalb ist es sinnvoll, dass schon jetzt eine gewisse Fokussierung auf die B 10 gelegt wird, deren Ausbau auch zukünftig noch in seinen Händen liegt. Zumal durch die Umstellung auch mehrere Mitarbeiter den Arbeitgeber wechseln“, so Schweickert.

Der Enzkreisabgeordnete hofft, dass der Ausbaustart der Enztalquerung und der B 10 baldmöglichst stattfindet und die Projekte ohne Probleme zu Ende gebracht werden können. „Jeden Tag stehen zehntausende Pendler an diesem neuralgischen Punkt im Stau. Deshalb ist eine schnelle Durchführung der Baumaßnahmen, wie sie auch das Regierungspräsidium anstrebt, für die ganze Region von großer Bedeutung“, erläutert Schweickert abschließend.

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