Schweickert begrüßt Klarheit über Standort des Kreisimpfzentrums – Frage nach möglichst wohnortnahen Impfungen über Kreisgrenzen hinweg jedoch unklar

Wie das Ministerium für Soziales und Integration heute bekanntgab, soll das Kreisimpfzentrum des Enzkreises in der Mönsheimer Appenberg-Halle aufgebaut werden. Der FDP-Enzkreisabgeordnete Prof. Dr. Erik Schweickert begrüßt, dass mit der heutigen Bekanntgabe der Standorte der dezentralen Kreisimpfzentren endlich klar ist, wo spätestens ab dem 15. Januar voraussichtlich zunächst vulnerable Bevölkerungsgruppen und das Personal kritischer Infrastrukturen im Enzkreis geimpft werden können. Allerdings, so Schweickert, stelle sich angesichts der Standortwahl im östlichen Enzkreis die Frage, ob in den Zentren tatsächlich nur Bewohner des jeweiligen Land- oder Stadtkreises geimpft werden können. In einer vorherigen Mitteilung hatte es noch explizit geheißen, Termine sollen für das dem Wohnort nächstgelegene Zentrum erfolgen. Dies gehe aus der heutigen Mitteilung des Ministeriums leider nicht mehr so klar hervor. „Da in der Pforzheimer St. Maur-Halle ebenfalls ein Impfzentrum entstehen soll, wäre es bspw. für die Bevölkerung im westlichen Enzkreis viel günstiger nach Pforzheim zu fahren, statt am dortigen Impfzentrum vorbei nach Mönsheim zu müssen. Ich hoffe, die Landesregierung findet bei dieser Frage eine pragmatische Lösung und ermöglicht tatsächlich möglichst wohnortnahe Impfungen. Hier sollte baldmöglichst eine Klarstellung erfolgen“, so Schweickert.

Unabhängig davon hoffe er selbstverständlich, dass der Aufbau der Impfzentren reibungslos vonstattengehe und auch die entsprechenden Impfstoffe zur Verfügung stünden. „Den Impfzentren wird in der ersten Impfphase eine bedeutende Rolle zukommen. Es freut mich, dass wir mit Ihnen den ersten Schritt raus aus der Pandemie machen können, auch wenn diese noch lange nicht an ihrem Ende ist. Aber gerade deshalb müssen jetzt praktikable Lösungen gefunden werden, bei denen alle beteiligten Institutionen an einem Strang ziehen“, so der Liberale.

Insgesamt, so hatte das Sozialministerium heute bekanntgegeben, sollen in ganz Baden-Württemberg zusätzlich zu den neun zentralen Impfzentren rund 50 kleinere Kreisimpfzentren in Betrieb gehen. In diesen sollen pro Tag rund 800 Impfungen durchgeführt werden. Die Zentren sollen zunächst bis Juni 2021 in Betrieb bleiben. Zusätzlich soll es mobile Impfteams geben, die bspw. Pflegeheime besuchen sollen. Mittelfristig sollen Impfungen schließlich vorrangig über die Regelversorgung in den Haus- und Facharztpraxen erfolgen.

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