Schweickert: Chaotische Straßenbauplanung nimmt kein Ende

„Diese Arglosigkeit von Minister Hermann kennt offenbar keine Grenzen“, kommentiert der FDP-Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Erik Schweickert die aktuelle Antwort des Verkehrsministeriums auf eine Anfrage (Drucksache 16/4144) zur Verkehrssituation an der B10 und der B35. Der Enzkreisabgeordnete hatte zuvor bereits mehrmals die mangelnde Ertüchtigung des nachgeordneten Straßennetzes vor dem Ausbau der A8 kritisiert und ein Verkehrschaos vorausgesagt. Die aktuelle Auskunft des Ministeriums scheint diese Einschätzung nur zu unterstreichen.

So plant das Verkehrsministerium gleichzeitig zum Ausbau der Enztalquerung auch den Neubau der Egelseebrücke der parallel verlaufenden B10 bei Vaihingen (Enz) von 2019 bis 2021. Die dafür errichtete Behelfsbrücke kann „aufgrund des hohen Schwerlastverkehrsanteils“ und „der daraus resultierenden starken Belastung der Fahrbahnübergangskonstruktion“ nur mit begrenzter Geschwindigkeit befahren werden. „Wenn zwei wichtige West-Ost-Verbindungen aufgrund von Baumaßnahmen nur mit stark verringerter Geschwindigkeit passiert werden können, hat das sehr wohl Auswirkungen auf die Verkehrssituation in der Region“, stellt der Enzkreisabgeordnete klar und kritisiert die Einschätzung der Straßenbauverwaltung, dass „die verkehrlichen Wechselwirkungen dieser Maßnahmen jedoch nur gering“ seien. Da die Fahrbahnübergangskonstruktion aufgrund des hohen Schwerlastverkehrs bereits bei einseitiger Befahrung regelmäßig gewartet werden müsse, sei abzuwarten, ob die Konstruktion bei beidseitiger Belastung und möglichem Ausweichverkehr standhält, so Schweickert.

Erfreulich hingegen sei, dass der vierspurige Ausbau der B10 zwischen Niefern und Eutingen direkt im Anschluss an den Ausbau der A8 in der Enztalquerung beginnen soll. „Wermutstropfen bleibt jedoch weiterhin, dass der Ersatzneubau für die Brücke der B10 über die Enz nicht vor dem Ausbau der A8 erfolgt ist“, so der Enzkreisabgeordnete, „Die Belastung von zwei Baumaßnahmen gleichzeitig für die Anlieger der Region hätte bei vorausschauender Planung vermieden werden können.“

Schweickert hofft, dass die beteiligten Verkehrsbehörden die Erfahrungen aus der ersten Vollsperrung in der angekündigten „Feed-Back-Runde“ kritisch auswerten, und fordert darüber hinaus weitere Gemeinden des Enzkreises in die folgenden Planungen einzubeziehen, um weitere mögliche Baumaßnahmen rechtzeitig abzustimmen.

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