Schweickert freut sich über verspätetes Engagement der CDU für barrierefreie Bahnhöfe

„Die regionale CDU scheint nun aus dem Dornröschenschlaf in Sachen Bahnsteige erwacht zu sein“, kommentiert der FDP-Landtagsabgeordnete und Kreisrat Prof. Dr. Erik Schweickert die aktuelle Pressemitteilung der CDU-Regionalverbandsfraktion. Dass die Bahn in Abstimmung mit dem CDU-geführten Bundesministerium eine Bahnsteighöhe von 76 cm über Schienenoberkante (SO) anstrebt, sei bereits seit Sommer 2016 bekannt. Gerade wegen dem geplanten Ausbau der Bahnhöfe auf der Strecke der Residenzbahn von Karlsruhe nach Stuttgart hatte der Enzkreisabgeordnete wiederholt die Landesregierung in Baden-Württemberg, die Bundesregierung und Bahn aufgefordert zu einer Einigung zu kommen, sodass die Kommunen des Enzkreises Planungssicherheit erhalten.

Als Kompromissvorschlag hatte Verkehrsminister Hermann für die grün-schwarze Landesregierung im April 2018 sein Alternativkonzept vorgestellt. Hiernach sollen landesweit viele Bahnhöfe und somit auch der Abschnitt zwischen Karlsruhe und Pforzheim auf eine Bahnsteighöhe von 55 cm über SO ausgebaut werden, der Abschnitt zwischen Pforzheim und Stuttgart jedoch auf eine Bahnsteighöhe von 76 cm über SO. Der Liberale hatte bereits damals kritisiert, dass hierdurch weiterhin keine durchgehende Barrierefreiheit erreicht wird und diese Konzeptlosigkeit bezogen auf Pforzheim und Mühlacker den Steuerzahler nun teuer zu stehen komme. „Gerade im Hinblick auf die Umstellung der Fernverkehrsverbindung zwischen Karlsruhe über Pforzheim nach Stuttgart auf die neuen doppelstöckigen Fahrzeuge des Typs „Intercity 2“, bei denen eine Bahnsteighöhe von 55 cm einen barrierefreien Einstieg ermöglicht, kämpfe ich weiterhin für eine Bahnsteighöhe von 55 cm im gesamten Enzkreis.“, so Schweickert. Denn es sei ein Unding, dass dieser Vorschlag der grün-schwarzen Landesregierung die Teilung der Residenzbahn in einen ehemals badischen und ehemals württembergischen Teil zementiere, die durch die getrennte Ausschreibung der Lose unter Grün-Rot in der letzten Legislaturperiode verursacht worden ist. Dies entwickle sich nun zum langfristigen Nachteil für die gesamten Pendler im Enzkreis.

Der Enzkreisabgeordnete, der bereits bundesweite Aufmerksamkeit für dieses Thema aus dem Enzkreis erhielt, freut sich, dass er nun auch Unterstützung seitens der Enzkreis-CDU erhält. Jedoch solle diese die Forderung nach einer einheitlichen Bahnsteighöhe von 55 cm entlang der Residenzbahn aber nicht nur im Regionalverband kundtun, sondern sich auch Gehör bei den Parteifreunden der Verantwortlichen des Unsinns von Schwarz-Rot in Berlin und Grün-Schwarz in Stuttgart verschaffen, so Schweickert abschließend.

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