Schweickert: Nach dem Fahrplanwechsel am 15.12. ist vor dem Fahrplanwechsel – Strukturelle Verbesserungen auf der Residenzbahn rechtzeitig angehen

Zum am Wochenende stattfindenden Fahrplanwechsel auf der Residenzbahn erklärt der FDP Landtagsabgeordnete des Enzkreises Prof. Dr. Erik Schweickert: „Zum 15.12. werden mit dem Fahrplanwechsel auch zwei Forderungen unseres Aktionsbündnisses ‚Qualitätsoffensive für die gesamte Residenzbahn‘ umgesetzt. Zum einen gibt es endlich wieder eine Spätverbindung von Karlsruhe in den östlichen Enzkreis. Zum anderen konnte wieder eine morgendliche Direktverbindung von Illingen nach Heidelberg realisiert werden“ so Schweickert.

Allerdings machte der liberale Enzkreisabgeordnete auch darauf aufmerksam, dass die restlichen Forderungen des Aktionsbündnisses noch nicht eingeplant wurden, beispielsweise die Reduzierung der Umsteigezeiten in Pforzheim, die IC-Freigabe bei Taktlücken, die Etablierung von direkten Verstärkerzügen in Richtung Karlsruhe sowie die grundsätzliche Stärkung der kleineren Haltepunkte. Abgelehnt wurden diese, weil im nächsten Jahr die Schnellfahrstrecke Mannheim-Stuttgart für ein halbes Jahr saniert wird und die Residenzbahn als Ausweichstrecke benötigt wird. „Wir brauchen einen langen Atem um auch weiterhin Verbesserungen durchzusetzen. Wenn jetzt die Sanierung der Schnellfahrstrecke weitere konzeptionelle Änderungen vorerst verhindert, müssen spätestens in einem Jahr weitere strukturelle Verbesserungen realisiert werden,“ so Schweickert abschließend.

Hintergrund:

Die Spätverbindung von Karlsruhe in den östlichen Enzkreis wird durch die Einrichtung eines neuen Zugpaares zwischen Pforzheim und Bietigheim-Bissingen ermöglicht, das die aktuelle Reisezeit von beispielsweise 2:01 Stunden nach Niefern auf gerade einmal 36 min. reduziert. Reisende können so um 23:15 Uhr in Karlsruhe in den IRE steigen. Nach ihrer Ankunft am Pforzheimer Hauptbahnhof um 23:38 Uhr geht es dann um 23:45 Uhr weiter mit der Regionalbahn Richtung Bietigheim-Bissingen, die die Weiterfahrt in die Gemeinden des östlichen Enzkreises ermöglicht.

Ferner wird es mit dem Winterfahrplan wieder eine direkte und schnelle Pendlerverbindung von Illingen nach Wiesloch-Walldorf bzw. Heidelberg geben. Diese wichtige Verbindung war bei der letzten Fahrplanumstellung an Pfingsten ersatzlos entfallen und hatte zu großen Problemen bei den vielen Pendlern aus dem östlichen Enzkreis zu ihren Arbeitsstätten in Bruchsal, Walldorf und Heidelberg geführt. Der RE17b wird nun wieder morgens um 6:54 Uhr von Illingen aus direkt, schnell und ohne Umstieg bis Bruchsal, Wiesloch-Walldorf bzw. Heidelberg Hbf fahren. Somit müssen die Pendler keine zusätzliche tägliche Reisezeit von 92 Minuten in Kauf nehmen, da sich beispielsweise die Fahrzeit von Illingen nach Walldorf von umsteigefreien 52 Minuten (vor der Fahrplanumstellung an Pfingsten) auf aktuell 1 Stunde und 38 Minuten mit Umstieg erhöhte. Durch den großen Einsatz aller Mitstreiter des Aktionsbündnisses wird diese Fahrzeit nun morgens wieder auf akzeptable 46 Minuten reduziert. Dadurch wird diesen Pendlern pro Woche in Summe faktisch wieder ein halber Arbeitstag geschenkt, der sonst auf der Bahnstrecke liegengeblieben wäre.

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