Schweickert schlägt Verlegung des Enztalradwegs an Enzufer vor

„Nähe zur Enz garantiert Sicherheit für Radfahrer und ungestörtes Arbeiten im Baufeld der A 8“

Nachdem das Landesverkehrsministerium seine Ablehnung einer Einhausung des Enztalradwegs während des Ausbaus der Enztalquerung im Rahmen der Fragestunde des Landtags am 01. Juli 2021 noch einmal deutlich gemacht und mit Sicherheitsbedenken aufgrund des querenden Baustellenverkehrs begründet hatte, schlägt der FDP-Enzkreisabgeordnete Prof. Dr. Erik Schweickert nun in einem Schreiben an Staatssekretärin Elke Zimmer eine Verlegung des Radwegs an die Enz vor. So könnte Kreuzungsverkehr vermieden und den Sicherheitsbedenken Rechnung getragen werden. „Die Nähe zur Enz würde Sicherheit für Radfahrer gewährleisten und umgekehrt ein möglichst ungestörtes Arbeiten im Baufeld der A 8 ermöglichen“, argumentiert der Liberale und hofft mit seinem erneuten Vorstoß endlich auf Gehör beim Ministerium zu stoßen. „Selbst unter der Enzbrücke der A 8 gibt es noch einige Meter Platz für eine Verschwenkung des Radwegs bis an den Brückenpfeiler und bis es dann tatsächlich darum geht, die Brücke zu erneuern, gibt es praktisch keinen Grund für Baufahrzeuge so nah an die Enz heranfahren zu müssen“, ist Schweickert überzeugt.

Auch für das weitere Baufeld und mögliche Konflikte mit Anlieferverkehr über den Rattachweg schlägt der Enzkreisabgeordnete eine Verlegung des Radwegs in die Nähe der Enz vor. Schließlich könne der Radweg in Richtung Eutingen über den kleinen Damm geführt werden, sodass Begegnungen zwischen Radfahrern und Baufahrzeugen nahezu ausgeschlossen seien. Grundsätzlich biete das Enztal seiner Ansicht nach genügend Platz, um den Interessen des Radverkehrs und des Autobahnausbaus gerecht zu werden. Er wolle auch gar nicht in Abrede stellen, dass eine zeitweise Sperrung des Radwegs in einigen Bauphasen nötig sein könnte, insbesondere in der Hochphase des Brückenneubaus. „Eine jahrelange Komplettsperrung, wie sie geplant ist, halte ich aber weiterhin für vollkommen unnötig und schädlich für die von allen Seiten gewünschte Förderung des Radverkehrs“, verdeutlicht Schweickert.

Wie so viele in der Region hofft der Enzkreisabgeordnete nun auf ein Ende der Verweigerungshaltung des Ministeriums und eine ernsthafte Prüfung seines Vorschlags. „Wenn man will, findet man einen Weg zur Offenhaltung des Enztalradwegs, aber offensichtlich kann nur Beharrlichkeit diesen Willen bei den grünen Radfahrenthusiasten im Verkehrsministerium hervorrufen“, gibt Schweickert nicht auf.

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