Schweickert: Stetiger und engagierter Einsatz scheint zum Erfolg zu führen

„Es wäre deutlich vernünftiger bei dem Einbau der neuen Bahnbrücke über die A8 gleich den Lärmschutz mit anzubringen.“, äußert sich der Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Erik Schweickert. Diesem Vorschlag hatte Minister Hermann jedoch erstmal eine Absage erteilt, da der Bund Auftraggeber sei und keinen Lärmschutz vorsehe. Im Rahmen der aktuellen Fragestunde des Landtags teilte Verkehrsminister Hermann nun mit, dass das Engagement Schweickerts dazu geführt habe, dass Bund und Bahn nun darüber nachdenken, einzulenken und den Lärmschutz vorsorglich mit aufzubringen. Schweickert zeigte sich sichtlich erfreut, dass nun Bewegung in die Sache komme. Ihm gehe es nicht nur um den Lärmschutz, sondern auch um den sinnvollen und verantwortungsvollen Einsatz der Steuergelder der Bürgerinnen und Bürger. Denn ein nachträglicher Lärmschutz sei zum einen deutlich teurerer und zum anderen würde dies wieder zusätzliche Bauarbeiten bedeuten.

Im Hinblick auf die anstehenden Baumaßnahmen entlang der Residenzbahn im kommenden Jahr bat Schweickert den Verkehrsminister um Unterstützung seiner Forderung, die unterschiedlichen Maßnahmen zu bündeln und die Bauzeiträume zu koordinieren. Denn laut einer Antwort des Verkehrsministeriums (Drucksache 16/2059) soll die Residenzbahn in Pforzheim und im Enzkreis 2018 für vier Baumaßnahmen zu unterschiedlichen Zeiten gesperrt werden. Der Abschnitt zwischen Wilferdingen-Singen und Pforzheim wird zuerst vom 19.05.2018 bis 04.06.2018 für Gleiserneuerung und nochmal vom 30.07.2018 bis 10.09.2018 für Gleiserneuerung und die Verschwenkung zum neuen Pforzheimer Tunnel gesperrt. Für die dritte Baumaßnahme wird dann die Strecke zwischen Pforzheim bis Mühlacker vom 16.06.18 bis 23.07.18 gesperrt und dann nochmals zum Einschub der Bahnbrücke über die A8 von Mitte November bis Mitte Dezember 2018.

Bahnreisende werden dann nicht nur durch Umleitungen und Schienenersatzverkehr belastet, sondern müssten sich durch die wechselnden Abschnitte auch immer wieder auf die geänderte Situation einstellen, so der Enzkreisabgeordnete. Gerade wenn zwischen den Baumaßnahmen für eine Woche wieder der normale Fahrplan gelte. Schweickert halte es für fahrgastfreundlicher, wenn die zwei Maßnahmen im Abschnitt Wilferdingen-Singen bis Pforzheim in einem zusammenhängenden Zeitraum durchgeführt werden und gleichzeitig die Gleiserneuerung von Pforzheim bis Mühlacker erfolgt. Bahnfahrer müssten sich dann nur auf eine einmalige Sperrung von Remchingen bis Mühlacker für etwa neun Wochen, statt für vier Monate im fast wöchentlichen Rhythmus wechselnde Fahrplanänderungen einstellen, so Schweickert. Dies müsse auch im Sinne der Verkehrsunternehmen sein, die laut der Antwort des Verkehrsministeriums während der Baumaßnahmen nicht nur mit Entschädigungsansprüchen, sondern explizit mit dem dauerhaften Verlust von Kunden rechnen. Dies könne laut Schweickert aber keinesfalls der Anspruch eines Verkehrsunternehmens wie beispielsweise der Bahn sein.

Schweickert werde die Planungen weiter kritisch begleiten und sich für praktikable Lösungen mit geringstmöglichen Beeinträchtigungen für die Bürgerinnen und Bürger der Region einsetzen. Auch wenn das wieder das Bohren dicker Bretter bedeute und bei weiten nicht gesagt ist, ob dies zum Erfolg führe. Aber gerade jetzt wäre noch genügend zeitlicher Vorlauf für Planungsänderungen bzw. die Koordinierung der Baumaßnahmen.

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