Schweickert trifft sich mit Motorradfreunden zum Austausch über Motorradlärm

Gesprächspartner wollen Lösungen für Lärmreduzierungen im Enzkreis statt Streckensperrungen

Die Teilnehmer des gemeinsamen Austauschs v.l.: Prof. Dr. Erik Schweickert, Bernd Schrafft, Götz Machtolf und Marco Faas

Die ab dem 10. Juni 2020 geltenden streckenbezogenen Fahrverbote für besonders laute Motorräder im österreichischen Bundesland Tirol und die mit zunehmender Heftigkeit geführten Diskussionen in Deutschland, aber auch nicht zuletzt im Enzkreis, nahm der FDP-Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Erik Schweickert zum Anlass sich mit Vertretern der „Motorradfreunde Pforzheim“ zu einem gemeinsamen Austausch zu treffen. Schweickert, der sich in den letzten Monaten immer wieder für eine Verringerung der Lärmbelastung aus dem Durchgangsverkehr von zu lauten Autos und zu lauten Motorrädern im Enzkreis eingesetzt hatte, betonte schon im Vorfeld, dass es nicht darum gehen dürfe, alle Motorradfahrer über einen Kamm zu scheren oder gar diesen pauschal die Schuld am zunehmenden Lärm zuzuweisen.

Schnell einigten sich alle Beteiligten deshalb darauf, dass Lärm, unabhängig von seinem Ursprung bekämpft werden muss. „Die gesundheitsgefährdende Wirkung von Lärm ist unstrittig. Deshalb sind wir uns völlig einig darin, dass Maßnahmen zur Lärmreduzierung von zu lauten Autos und zu lauten Motorrädern ergriffen werden müssen. Genauso wissen wir alle, dass ein paar wenige schwarze Schafe dem Ruf aller Motorradfahrer schaden“, so Schweickert. Motorradfreund Marco Faas stimmte dem Liberalen zu und betonte: „Sound muss nicht übermäßig laut oder Lärm sein! Und das gilt nicht nur für Motorräder, sondern auch für Autos“.

Der Enzkreisabgeordnete und die Motorradfreunde diskutierten weiterhin einige Fragen, die Schweickert nun ihm Rahmen einer kleinen Anfrage an die Landesregierung gerichtet hat (siehe Anlage). Der Abgeordnete erhofft sich daraus Erkenntnisse über Schwerpunkte des Motorradlärms im Enzkreis, aber auch von aufgemotzten Autos. Ebenfalls wolle er klären, inwiefern streckenbezogene Fahrverbote wie in Tirol auch in Baden-Württemberg angedacht sind. „Gerade, weil ich kein Freund von Fahrverboten bin, präferiere ich eindeutig andere Lösungen. Aus der Diskussion werden sie jedoch nicht verschwinden. Gerade deshalb bin ich allerdings froh über den konstruktiven Austausch mit den Motorradfreunden“, betont Schweickert jedoch.

Nach Ansicht aller Beteiligten sei es wichtig, dass die Fronten sich nicht verhärten und sowohl Motorradfreunde als auch -gegner gemeinsam nach Lösungen suchen. Denn, so das Fazit des Gesprächs, eine für alle zufriedenstellende Lösung für das Lärmproblem könne angesichts von über vier Millionen allein in Deutschland zugelassener Motorräder nur gemeinsam gefunden werden.

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