Schweickert und Rülke: Antwort des Ministeriums zeigt, wie wichtig es ist mit richtigen Lärmwerten zu arbeiten

„Das ist ein klares Signal, dass ein zusätzlicher kommunaler Lärmschutz im Enztal von allen Beteiligten rechtzeitig angegangen werden muss“, äußert sich der FDP-Landtagsabgeordnete für den Enzkreis Prof. Dr. Erik Schweickert zur Antwort Minister Hermanns auf eine Anfrage (Drucksache 16/4000) zum Lärmschutz auf Brücken der A8, die er zusammen mit seinem Pforzheimer Kollegen und Vorsitzenden der FDP-Landtagsfraktion Dr. Hans-Ulrich Rülke gestellt hatte. So wird aus der Anfrage deutlich, dass bisher nur insgesamt zwei Brücken auf der A8 und der B10 zwischen Karlsruhe und Stuttgart statisch so ausgelegt sind, dass überhaupt später einmal eine Lärmschutzwand von über 2 Metern installiert werden könnte. Dabei handelt es sich um die A8-Unterführung des Bocksbachtals bei Karlsbad-Mutschelbach und die A8-Unterführung des Pfinztals bei Nöttingen. Bei Karlsbad wäre auf dem 182 m langen Bauerwerk in Fahrtrichtung Karlsruhe eine bis zu ca. 2,5 m hohe Lärmschutzwand möglich. Auf der 475 m langen Unterführung bei Nöttingen hingegen sind in Fahrtrichtung Karlsruhe die baulichen Voraussetzungen für bis zu 3,0 m hohe Lärmschutzwände vorhanden.

Die beiden liberalen Landtagsabgeordneten gestehen dem Bund zu, dass diesem mit dem Verweis auf den damaligen und heute noch bestandskräftigen Planfeststellungsbeschluss die Rechtsgrundlage für eine Nachrüstung fehlt. Jedoch würden damit faktisch die betroffenen Bürger mit ihren Problemen alleine gelassen, die teilweise aus massiven Fehlern der damaligen Planung des Bundes selbst resultieren. Dies zeige, dass man auch weiterhin alle Möglichkeiten für einen zusätzlichen Lärmschutz in Betracht ziehen müsse.

Da nach dem Gipfeltreffen zum Ausbau der A8 in der Enztalquerung auch die Stadt Pforzheim signalisiert hat, sich für einen besseren Lärmschutz in Eutingen und Kieselbronn in der Form einzusetzen, dass ein neues Lärmgutachten mit einer Verkehrsprognose bis 2035 im Enztal eingeholt wird, muss nun auf das Ergebnis gewartet werden. „Wir haben die Stadt Pforzheim in der Vergangenheit schon mehrfach darauf hingewiesen, dass der bisher gewählte Prognosezeitraum zu kurz ist und gegen die gesetzlichen Mindestvorgaben verstößt“ so der Pforzheimer Landtagsabgeordnete und Stadtrat Dr. Rülke. Erst wenn Klarheit herrsche, welche lärmtechnischen Auswirkungen die Verkehrssteigerungen des nächtlichen Verkehrsanteils des Schwerverkehrs bis 2035 haben, könne entschieden werden, ob zusätzliche Wälle Richtung Eutingen und Kieselbronn gebaut werden. Denn neben einer allgemeinen Verkehrszunahme im Schwerverkehr sei dann auch mitberücksichtigt, dass nach dem 6 spurigen Ausbau der Gesamtstrecke der A8 die dann eintretenden Streckenumlagerungen berücksichtigt werden.

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