Schweickert und Rülke: Hartnäckigkeit beim Lärmschutz in der Enztalsenke bringt weitere Erfolge

Regierungspräsidium konzipiert die neuen Brücken über die Enz und B10 so, dass zusätzlicher Lärmschutz aufgebracht werden kann

„Ich freue mich, dass das Regierungspräsidium Karlsruhe den Ausbau der Enztalquerung nun deutlich vorausschauender und nachhaltiger betrachtet“, äußert sich der FDP-Landtagsabgeordnete für den Enzkreis Prof. Dr. Erik Schweickert über die Pläne des Regierungspräsidiums zum Lärmschutz auf den Brücken der Enztalquerung. Zusammen mit seinem Pforzheimer Kollegen und Vorsitzenden der FDP-Landtagsfraktion Dr. Hans-Ulrich Rülke hatten sie eine Anfrage (Drucksache 16/4000) an das Verkehrsministerium gestellt. Der hartnäckige Einsatz der beiden Liberalen für einen verbesserten Lärmschutz für Niefern und Eutingen scheint sich demnach in der Talsenke bei den Brücken ausgezahlt zu haben.

So sind nach Auskunft des Ministeriums die beiden neuen Brücken der A8 über die Enz und über die B10 so konzipiert, „dass Lärmschutzmaßnahmen aufgebracht werden können“. Die A8-Brücke über die Enz werde sogar schon im Rahmen des jetzigen Autobahnausbaus mit 6 m hohen Lärmschutzwänden mit hochabsorbierenden Eigenschaften versehen werden. Bei der Brücke über die B10 ist die Statik nun so konzipiert, dass nachträglich 4,50 m hohe Lärmschutzmaßnahmen aufgebracht werden können. Die Kosten für das nachträgliche Aufbringen von Lärmschutzwänden auf der Brücke über die B10 liegen bei insgesamt 450.000 Euro netto. „Sollten auf den Gemarkungen Niefern und Pforzheim zusätzliche kommunale Lärmschutzmaßnahmen tatsächlich etabliert werden können und dadurch mehrere Millionen Euro eingespart werden, darf eine solche Maßnahme auf der Brücke über die B10 am Geld nicht scheitern“, so die beiden liberalen Landtagsabgeordneten Schweickert und Rülke.

Auch wenn das Ministerium aktuell keine Lärmschutzmaßnahmen über der B10 für erforderlich erachtet, sehen die beiden FDP Abgeordneten hier dennoch Handlungsbedarf. Denn der Lärmschutz müsse in der 4 km langen Enztalquerung durchgängig etabliert werden, um einen maximalen Effekt zu erzielen. „Wir fordern das Ministerium auf, im Bereich der Ausfahrt Pforzheim-Ost zwischen der Brücke über die Enz und über die B10 keine Lücke zu lassen“ so Schweickert und Rülke. Denn das wäre ein Treppenwitz, wenn in einigen Jahren an dieser Stelle die einzige Lärmschutzlücke in der Enztalquerung sei. Die beiden liberalen Abgeordneten appellierten an die Planer, bei der Betrachtung des Lärmschutzes kein Stückwerk zu betreiben, sondern die Maßnahmen insgesamt zu bewerten. Daher plädieren die beiden FDP-Abgeordneten weiterhin für ein umfassendes und nachhaltiges Lärmschutzkonzept an der Autobahn A8, das mit allen Beteiligten ausgearbeitet werden soll.

„In diesem Zusammenhang appelliere ich an das Rathaus, dass Pforzheim endlich beim zusätzlichen kommunalen Lärmschutz nachzieht“, äußert sich der Landtagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende im Pforzheimer Gemeinderat Rülke abschließend und forderte, den Antrag der FDP/FW-Fraktion ergebnisoffen zu prüfen. Denn mit der Etablierung eines zusätzlichen kommunalen Lärmschutzes wie in Niefern könnte durch den Verbau von 80.000 m³ Aushub ein besserer Lärmschutz für Eutingen und Kieselbronn realisiert werden.

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