Türchen 6 Mühlacker

Mühlacker ist mit seinen Stadtteilen Dürrmenz, Lomersheim, Enzberg, Mühlhausen an der Enz, Großglattbach und Lienzingen die einzige große Kreisstadt im Enzkreis.

Mühlacker liegt direkt an der B 10 und durch den Stadtteil Lienzingen auch an der B 35, weshalb die Stadt maßgeblich durch drohenden Ausweichverkehr von der geplanten Baumaßnahme A 8 und den damit verbundenen Verkehrs- und Lärmbelastungen betroffen ist. Diesbezüglich habe ich mich schon mehrmals im Landtag eingesetzt (Drucksache 16/6032) und werde dies auch weiterhin tun, um die Verkehrslage im Zeitraum des Ausbaus zu optimieren. Besonders freut es mich, dass mein langjähriges Engagement für den Einsatz von Reiseechtzeitanzeigen in der Enztalquerung der A 8, von dem praktisch der gesamte Enzkreis profitieren dürfte, am Ende trotz zwischenzeitlicher Wendungen von Erfolg gekrönt war. Mit Hilfe dieser Anzeigen dürfte der Ausweichverkehr im Falle eines Staus auf der A 8 eingedämmt werden.

Eine weitere wichtige Verkehrsanbindung der Stadt Mühlacker ist die Residenzbahn. Auf dieser Eisenbahnstrecke gilt die Verbindung zwischen Karlsruhe und Mühlacker als eine wichtige Ost-West-Achse in Süddeutschland. Umso wichtiger ist es, sich für diese Bahnverbindung einzusetzen. In den letzten Jahren habe ich mich für die Pünktlichkeit, Zugausfälle und die Problematiken beim Fahrplanwechsel thematisiert und mich auch für die Verbesserung der Trassenkapazitäten eingesetzt (Drucksache 16/7661). Auch hier gab es einen großen Erfolg zu vermelden, denn nachdem mit der Fahrplanumstellung eine umsteigefreie Verbindung von den kleinen Haltepunkten im östlichen Enzkreis, darunter z. B. Enzberg, nach Karlsruhe wegfiel, kehrt diese ab dem kommenden Jahr zumindest zu den Hauptverkehrszeiten wieder zurück. Hier gebührt mein Dank auch den vielen Unterstützern der „Qualitätsoffensive für die Residenzbahn“.

Es freut mich außerdem sehr, dass Mühlacker wie einige andere Gemeinden des Enzkreises in den letzten Jahren in das Städtebauförderungsprogramm des Landes aufgenommen wurde und sich die Stadtteile somit schrittweise weiterentwickeln konnten, um die Wohn- und Lebensqualität fortlaufend verbessern zu können. Im Rahmen der geplanten Sanierung der Herrenwaagbrücke in Dürmenz habe ich mich für die Stadt Mühlacker beim Wirtschaftsministerium dafür eingesetzt, die notwendige zeitnahe Unterstützung aus dem Landessanierungsprogramm zu erhalten, um die räumlich an das Brückenbauwerk angrenzenden Flächen zu sanieren. Auch in Bezug auf den Neubau der Brücke selbst habe ich mich für eine praxisnahe Lösung eingesetzt.

Für den Erhalt des vielleicht bekanntesten Bauwerks der „Senderstadt“, des technischen Kulturdenkmals Mühlacker Sender, habe ich mich stark eingesetzt (Drucksache 16/ 7355) und konnte letztendlich im Hintergrund dazu beitragen, dass dieser nicht abgerissen wurde. Für mich ist der Sender ein landschaftsprägendes Bauwerk. Zum einen gilt er derzeit als höchstes Bauwerk in Baden-Württemberg, zum anderen hat er auch eine landesweite symbolische Bedeutung, da er als letztes bleibendes Kulturdenkmal seiner Art erhalten bleibt.

Um eine Stadt wie Mühlacker auch in der derzeitigen schwierigen Corona-Situation weiterhin lebendig zu halten, habe ich mich unter anderem für die Durchführung von verkaufsoffenen Sonntagen (Drucksache 16/8543) und die Unterstützung des Einzelhandels während Corona-Zeiten (Drucksache 16/8078) stark gemacht. Insbesondere das Thema lebendiger Innenstädte wird uns garantiert auch weiterhin intensiv begleiten. Selbstverständlich werde ich weiterhin daran arbeiten, den innerstädtischen Handel und damit unsere Innenstädte attraktiv zu halten.

Ich wünsche Ihnen einen schönen 2. Advent!

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