Ziel eines durchgehenden Zweistundentakts nach Karlsruhe soll nicht aus den Augen verloren werden

Durch die Diskussion während des letzten Pendlerstammtischs zur Residenzbahn haben sich aus Sicht des Landtagsabgeordneten des Enzkreises Prof. Dr. Erik Schweickert neue konkrete Verbesserungsvorschläge, insbesondere in Bezug auf die Betriebsabläufe auf der Residenzbahn, ergeben, die auch im kommenden Gespräch mit dem Verkehrsministerium auf die Tagesordnung gesetzt werden sollen. Schweickert wurde unter anderem darauf hingewiesen, dass die Bahnhofsfahrordnung am Pforzheimer Hauptbahnhof verbesserungswürdig sei. „Es ist wohl sinnvoller Abellio auf nebeneinander liegenden Gleisen einfahren zu lassen, statt einmal auf Gleis 5 anzukommen und beim nächsten Mal auf Gleis 2. Die IRE’s fahren beispielsweise je nach Fahrtrichtung immer von den Gleisen 3 und 4 ab. Durch die Vermeidung von Zugkreuzungen könnte Zeit eingespart werden“, so der FDP-Politiker. Solch eine Neuregelung sei laut Informationen Schweickerts auch außerhalb der Fahrplanwechsel möglich und solle zumindest in Erwägung gezogen werden.

Auch in Mühlacker gibt es nach wie vor Probleme. Zwar existiert seit der Fahrplanumstellung im Dezember wieder eine morgendliche Direktverbindung von Illingen nach Heidelberg, diese wurde aber auf Kosten der Verbindung nach Pforzheim eingeführt. „Der Verlust der Verbindung nach Pforzheim um 7 Uhr ist für viele Pendler mindestens genauso ärgerlich, wie der vormalige Wegfall der Verbindung nach Heidelberg. Ich hatte schon früh vorgeschlagen, dass eine Flügelung in Mühlacker erfolgt, damit beide Stränge der Residenzbahn bedient werden können“, erklärt Schweickert.

Zudem gebe es für die Fahrgäste unnötige Verzögerungen beim Trennen und Kuppeln der Züge der Linien RB17a, RE17b und RB17c. Schweickert sieht an dieser Stelle deutliche Verbesserungsmöglichkeiten. „Wenn ich um 6:52 Uhr mit dem RB 17a von Niefern in Mühlacker ankomme, kann ich erst nach drei Minuten wegen des Kupplungsvorgangs aussteigen. Wegen dieser Verzögerung verpassen beispielsweise einige Leute ihren anschließenden Bus“, berichtet der Enzkreisabgeordnete. Anderswo sei es jedoch kein Problem Fahrgäste trotz eines Kupplungsvorgangs ein- und aussteigen zu lassen, fordert er auch an dieser Stelle Verbesserungen.

Schweickert will diese Anregungen in das Gespräch mit dem Verkehrsministerium mitnehmen und erhielt auch in einem weiteren Punkt Rückendeckung durch die Teilnehmer des Stammtischs. So solle auch die Wiedereinführung des alten Zweistundentakts vom östlichen Enzkreis nach Karlsruhe und eine Verlängerung der S-Bahnlinie 5 weiter gefordert werden. „Diese Verbindungen wären nach Ansicht vieler Pendler eine deutliche Verbesserung des Status quo. Deshalb werde ich diesen Wunsch gerne erneut an den Verkehrsminister herantragen“, verspricht Schweickert.

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